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Wenn es hektisch wird...

Tipps gegen stressige Arbeitstage

Jeder Berufstätige unterschiedlicher Position kennt stressige Phasen oder Momente in seinem Berufsalltag. Vielleicht würden einige Leser sogar sagen: “Bei mir ist es immer stressig.”

Sollte Ihnen das bisher nicht untergekommen sein. Herzlichen Glückwunsch!

Das könnte daran liegen, dass ihr Aufgaben- und Stresslevel nicht anstrengend für Sie ist, sondern Sie eher beflügelt. Der Stress ist somit positiver Stress (Eustress). Dann einfach weiter machen!

Da Sie diesen Artikel aber geöffnet haben, gehe ich davon aus, dass sie zumindest ab und zu in stressigen Phasen sind und sich nicht immer wohl dabei fühlen.

Sie müssen nun nicht direkt ein Resilienzseminar besuchen (Resilienz = Fähikgkeit Krisen zu bewältigen und diese als Entwicklungsmöglichkeit wahrzunehmen und zu nutzen) oder in ein Meditationsretreat gehen.

Drei kleine Tipps helfen Ihnen schon sehr gut durch den Alltag:

1. Gönnen Sie sich Mini-Pausen.

Tucker (2003), Bhatia und Murrel (1969) haben schon früh erforscht, dass Pausen positive Effekte auf die Leistungsfähigkeit, Fehleranfälligkeit und Produktivität haben. So ist es günstiger jede Stunde eine kurze Pause zu machen als alle zwei Stunden nur eine längere Pause.

Immer wenn Sie merken, dass Ihnen gerade alles über den Kopf wächst, stoppen Sie. Machen Sie nicht weiter und versuchen die Situation durch noch mehr Hirnschmalz zu lösen.
Stehen Sie auf und gehen kurz im Büro herum. Gehen Sie auf die Toilette. Holen Sie sie sich ein Getränk.

Eine kurze Unterbrechung wird Sie wieder besser den Überblick bewahren lassen.

2. Schotten Sie sich ab.

Sollten Sie sich konzentrieren müssen oder Prioritäten setzen müssen, ist Abschotten eine gute Möglichkeit.

Mit “Abschotten” ist zum einen die räumliche Distanz gemeint, in dem Sie ihre Bürotür schließen oder den Arbeitsort wechseln. Zum anderen: Vermeiden Sie Kommunikationsmittel!

Schalten Sie also alle Töne Ihres Smartphones aus: Rufton, Whatsappton, Facebook Messenger, Twitter etc. Schalten Sie – wenn möglich – Ihr Telefon um. Schalten Sie den Ton für eingehende Mails aus und nehmen Sie sich vor Ihre E-Mails nur zweimal am Tag zu einer festen Zeit zu lesen und zu beantworten.

Probieren Sie es aus!

3. Atmen Sie.

Dieser Tipp hört sich zugegebenermaßen etwas profan und esoterisch an. Dennoch hat er große Effekte.
Unter den Schlagworten “Achtsamkeit” und “Meditation” wurden in den letzten Jahren viel Forschung betrieben.

Mehrere Studien haben herausgefunden, dass durch regelmäßige Meditation die Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit (Van Leeuwen et al., 2009) steigt. Darüber hinaus erhöht sich die Selbstwahrnehmung und subjektive Lebensfreude (Dr. Ulrich Ott et. al., 2011). In dieser Studie konnten nach nur 8 Wochen regelmäßiger Meditation von weniger als 30 Minuten deutliche Veränderungen in der Hirnstruktur nachgewiesen werden.

Nutzen Sie Ihre Pause, die Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder einen ruhigen Ort für wenige Minuten Meditation bzw. Konzentration auf sich selbst. 2-5 Minuten reichen bereits aus. Lassen Sie die Augen offen oder schließen Sie sie.
Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie gerade hören und riechen? Wie fühlen sich Ihre Füße auf dem Boden an? Beobachten Sie Ihren Atem. Können Sie ihn spüren?

Sie sind noch skeptisch?
Viele erfolgreiche Menschen bewältigen Ihren Arbeitsalltag hauptsächlich mit diesen 3 Tipps.

Probieren Sie es einfach für eine Woche aus!

Tags: Resilienz,Umgang mit Stress,Stressmanagement,Meditation,Achtsamkeit,Pausen,Atmen,Abschotten,Smartphone,E-Mails