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KI bei Sennheiser: Zwischen Gänsehaut-Momenten und dem „KI-Endgegner“

Ausbildung neu denken: Wie du KI als Brückenbauer für die digitale Transformation nutzt. 

„Wenn du jetzt noch länger wartest, dann stehst du auf dem Bahnsteig und siehst den vorbeifahrenden Zug gerade noch von hinten.“ Mit diesem Bild beschreibt Christoph Knake, technischer Ausbildungsleiter bei Sennheiser, seinen Startschuss in die Welt der Künstlichen Intelligenz. Während viele noch über Datenschutz diskutieren, hat Sennheiser längst Nägel mit Köpfen gemacht.

Der Mythos der Digital Natives

Wir glauben oft, die junge Generation wisse intuitiv, wie man mit neuen Tools umgeht. Christophs Erfahrung zeigt ein anderes Bild: Die Azubis nutzen KI zwar wie Google, oft jedoch ohne die Mechanismen dahinter zu hinterfragen. Das Risiko? Sensible Firmendaten oder Patente landen ungefiltert in öffentlichen Modellen. Deshalb setzt Sennheiser auf Aufklärung statt Verbote. 

Das Sennheiser-Konzept: Erst verstehen, dann prompten

Der Weg in die KI-Welt beginnt bei Sennheiser spielerisch mit einem „analogen“ Lernzettel und einer kleinen Software, die Intelligenz nur simuliert. Das Ziel: Die Azubis sollen den „Aha-Effekt“ erleben, wo sie sich täuschen lassen. Erst danach folgt der „Endgegner“: Eine siebenstündige E-Learning-Grundlagenschulung zu Architektur, Prompting und Halluzinationen von KI. 

Wenn der Azubi plötzlich freiwillig lernt

Einer der stärksten Momente im Interview: Christoph beobachtet einen Azubi, der die KI nutzt, um sich selbst Übungsaufgaben auf Basis einer Probeaufgabe erstellen zu lassen – so lange, bis er den Stoff wirklich beherrscht. Das ist das Ziel der modernen Ausbildung: Selbstgesteuertes Lernen durch Ermächtigung.

3 Tipps für deinen Start in die KI-Ausbildung: 

  1. Klein anfangen: Ein einfaches Konzept und erste Arbeitsblätter genügen für den ersten Schritt. 
  2. Skalierbarkeit nutzen: Setze auf Formate wie E-Learning, damit jeder in seinem Tempo lernen kann. 
  3. Mut zum Umweg: Es gibt kein „Falsch“. Wichtig ist die Freiheit, Neues auszuprobieren. 

Fazit: KI ersetzt nicht die Ausbilder*innen, sondern befreit von Routine und fördert die Eigenverantwortung. Die menschliche Erfahrung bleibt dabei unersetzlich. 

🎧 Mehr Hintergründe und Infos erhältst du in der aktuellen Episode des Podcasts „Ausbilder*in 4.0“:

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