Chillen und Chatten den ganzen Tag – 3 Tipps, wie Sie jeden Azubi dazu bekommen

 

Wie motivier ich so richtig als Ausbilder? 😉

Vor ein paar Wochen hielt ich einen Vortrag zum Thema „Chillen und chatten – Wie gehe ich mit meinen Azubis um?“ vor 80 Ausbildern.

Einige Ausbilder beklagen sich darüber, dass ihre Azubis lieber gerne chillen, wenn sich die Gelegenheit ergibt als auch „die ganze Zeit am Handy hängen“.

Generell kann man sicherlich sagen, dass das Smartphone in unser aller Leben nicht mehr wegzudenken ist. Die junge Generation – die Auszubildenden – ist umso natürlicher damit aufgewachsen und kommuniziert, lernt und informiert sich noch stärker über dieses Gerät.

Der Verdacht, dass sich Auszubildende für nichts außer chillen und chatten interessieren, trifft sicherlich auf „harte Einzelfälle“ zu. Wenn wir Auszubildende zu diesem Thema befragen, dann würde die Antwort vielleicht so aussehen:

 

Aber nun hier die 3 Tipps, wie sie ihre Azubis wirklich wirklich dazu bekommen, den ganzen Tag zu chillen und chatten:

1. Ihr Rollenverständnis als Ausbildungsbeauftragter oder Ausbilder

Sie erwarten, dass Azubis alles machen und tun, was Sie sagen. Sie sind schließlich der Boss. Wenn sie bei einem von Ihnen geliebten Thema nicht ganz so „vom Hocker haut“, dann reden sie hinter seinem Rücken und stellen ihn bei Kollegen als unmotiviert und uninteressiert dar.

Bei wichtigen Besprechungen lassen Sie ihn außen vor, denn der soll lieber arbeiten und sich seinen Respekt erst verdienen. Interessante Aufgaben machen sie lieber selber. Sie interessieren sich nicht für ihn persönlich.

So haben Sie ihn sicherlich soweit, dass er sich bald zu jeder Gelegenheit auf die Toilette verdrückt. 

2. Erprobte Lehrmethoden

Sie machen Ihren Job als Ausbilder ja schon länger und wissen daher, was Auszubildende wollen und brauchen. Nach dem Prinzip Zugucken, Wissen abfragen und Berichtshefte kontrollieren haben Sie schon so einige Auszubildende durch die Ausbildung gebracht.

Der Einsatz von neuen Methoden in kurzen Lehreinheiten („learning nuggets“), interne abteilungsübergreifende Projekte (Sommerfeste, Messestände, Azubi-Marketing, Wiki) sowie das Drehen von Lernvideos ist Ihnen zu aufwändig, anstrengend und sowieso nur Spielerei.

Wenn Sie mal gerade nichts zu tun haben, dann werden die Azubis mit Sicherheit ihr Smartphone rausholen. Mit Garantie!

3. Absolut objektive Beurteilung

Ein wichtiger Part für Sie als Ausbilder ist Auszubildende zu beurteilen. Sie beurteilen mit Ihrer langjährigen Erfahrung und Ihrem untrüglichen Menschenverstand. Sie kennen bereits die typische Körperhaltung eines „Überfliegers“ oder eines „Torfkopfs“ und können daher die Azubis von Anfang an auseinanderhalten, indem Sie sie auch so bezeichnen.

Wenn Azubis keine Fragen stellen, dann sind sie uninteressiert. Es kann nicht sein, dass sie alles verstanden haben, da Azubis generell keine Ahnung haben. Azubis brauchen das Gefühl, dass sie sich ständig noch verbessern müssen und nicht ok zu sein, das motiviert sie und nur so strengen sie sich an.

Ein „Torfkopf“ wird übrigens nie ein „Überflieger“.

Dies ist übrigens die Königsdisziplin und damit kriegen sie ihre Azubis auf jeden Fall zum Chillen, vielleicht sogar zum Kündigen.

 

So liebe Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte, es müsste doch nun alles klar sein, wie sie Azubis so richtig zum chillen und chatten bringen! 😉

 

Schauen Sie zur Unterstützung bei richtig guter Ausbildung lieber in unsere Angebote oder melden Sie sich bei uns.

Sie wollen regelmäßig über neue Blogbeiträge und Impulse, Ideen und Interviews rund um das Thema Ausbildung informiert werden, dann tragen Sie sich für unseren monatlichen Newsletter ein. Wir hassen Spam, deswegen auch nur Infos und keine Werbung.