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Bewerbungsverhalten der Generation Z in Corona-Zeiten

Die jungen Bewerber haben ihr Bewerberverhalten geändert. Ausbildungsbetriebe müssen sich nun umstellen, um Schüler für Ausbildungsstellen und Duale Studienplätze zu gewinnen.

Die Generation Z sind die nach 1995 Geborenen und ist die Zielgruppe fürs Azubi-Marketing in Bezug auf Ausbildungsplätze und Plätze fürs Duale Studium. Viele erleben nun in ihrer Jugendzeit die erste Krise – die erste große Herausforderung – bei der nicht alles glatt läuft und auch die Eltern und andere Bezugspersonen nicht einfach einspringen können. In diesem Beitrag gehe ich daher auf die kurzfristigen Entwicklungen des Bewerbungsverhaltens der Generation Z ein und gebe eine vorsichtige Prognose für die langfristige Entwicklung. (Diese Inhalte sind auch via Video und Podcastepisode verfügbar.)

“Was Corona für die Ausbildung bedeutet” hat Ausbildung.de (TERRITORY) in der Schülerstudie 2020 erhoben. Eine umfangreiche Infografik steht bereits schon zum Download zur Verfügung.

Bewerberverhalten jetzt

Interessant ist insbesondere, dass 59% der Bewerber Angst haben, dass sie aufgrund der Corona-Krise keinen Ausbildungsplatz bekommen. Prognostiziert wird auch, dass Unternehmen weniger Ausbildungsplätze für den Jahrgang 2020, aber auch bereits für 2021 anbieten werden.

Ausbildungsmessen, Schulbesuche und Betriebsbesichtigungen fallen aktuell weg. Im Verhalten ist dadurch natürlich offensichtlich, dass Schüler deutlich mehr googlen werden und sich aktiv über Berufe informieren sowie nach Stellen suchen werden. Laut der Ausbildung.de Schülerstudie 2020 geben sogar 74% der Schüler an nun mehr zu googlen.

Gleichzeitig bedeutet dies auch, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Sicherheit setzen und nun eher erst einmal Kompromisse machen, um überhaupt einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Natürlich werden sie weiterhin auch je nach Möglichkeiten einfordern.

Die Akademisierung nimmt in Berufen, die Sicherheit ausstrahlen zu. Viele werden sich mit Abitur für einen Studienplatz bewerben, um einen Plan B zu haben.

Kurzfristig bedeutet das für Ausbildungsbetriebe: Optimiere deinen gesamten Internetauftritt – angefangen von der Karriereseite über Ausbildungsbörsen bis hin zum Social Media Auftritt.

Solltest du dein Azubi-Marketing kurzfristig als auch langfristig optimieren wollen, hier ein paar Veranstaltungshinweise:

“Ausbilder-Meeting digital” 04.06.2020

Online-Training “Azubi-Marketing in Corona-Zeiten” (45min) 16.06.2020

Online-Training: “Ohne Ausbildungsmessen – Wie Azubi-Marketing jetzt noch gelingt” (3h) 25.06.2020

Bewerberverhalten auf längere Sicht

Wenn ich über die Generation Z spreche, dann stelle ich diese immer dem Wertesystem der anderen Generationen gegenüber. Die Ausbildung des Wertesystems entsteht in der Jugendzeit. Alle Erfahrungen, die ein Jugendlicher macht bilden das Weltbild und damit auch das Bild, dass er/ sie von Arbeit und Ausbildung hat.
Durch die Krise ist das “wohlbehütete” Lebensgefühl des Schülers ins Wanken geraten. Das erste Mal steht ihm/ Ihr nicht mehr alles zur Verfügung: Angefangen von Klopapierknappheit zeitweise bis hin zu Lieferschwierigkeiten von Online-Shops als auch die sinkende Konsumbereitschaft der Eltern.
Kombiniert wird diese Erfahrung auch gerade mit Kurzarbeit der Eltern bzw. einer Angst um das Einkommen im Haushalt.
Die Generation Z wird daher die Bedeutung eines Jobs wieder höher anstellen. Sie wird sich nach Jobs umschauen, die (krisen)sicher sind. Auch werden systemrelevante Berufe wieder beliebter.
Langfristig bedeutet das für Ausbildungsbetriebe: Wenn das Unternehmen Sicherheit, Langfristigkeit, nachhaltiges Wirtschaften und eine digitale Ausbildung anbieten kann, hat dieser Ausbildungsbetrieb es in Zukunft im “war for talents” wieder leichter. Jedoch nicht vergessen: Die geburtenschwachen Jahrgänge haben wir noch vor uns.

Erfahre mehr Ideen und Beispiele in folgendem Video zum Thema:

Für alle Podcast-Liebhaber ist das Audio auch unter den gängigen Podcasts unter “Ausbilder 4.0” zu finden oder direkt hier:

Solltest du Fragen haben oder Unterstützung benötigen, melde dich gerne bei uns. Wir bieten aktuell auch 1:1 Termine virtuell an, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen und auch grundsätzlich zur Einführung von digitalem Lernen zu beraten. Alle Offline-Angebote sind selbstverständlich mit verändertem Konzept auch als Online-Format möglich.

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