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Digitale Kompetenzen bei Auszubildenden

Mit der Digitalisierung groß geworden, fit mit dem Smartphone und viel auf Social Media unterwegs – die digitale Generation hat den “Älteren” im Umgang mit digitalen Tools einiges voraus, auch wenn es um das Verstehen von technologischen Zusammenhängen geht. Aber ist das auch digitale Kompetenz?

Was sind eigentlich digitale Kompetenzen?
Zeichnen sich digitale Kompetenzen durch einen geübten Umgang mit Medien und Hardware aus? Oder doch eher durch ausgeprägte IT-Kenntnisse? Genau genommen umfasst der Begriff beide genannten Aspekte, aber darüber hinaus auch noch eine ganze Menge mehr.

Digitale Kompetenzen – Raster zur Selbstbeurteilung
Um hier ein differenziertes Verständnis von digitaler Kompetenz zu erhalten, ziehen wir das von der europäischen Kommission zur Verfügung gestellte Raster zur Selbstbeurteilung hinzu. Dieses sortiert den Begriff in drei verschiedene Level: elementare, selbstständige und kompetente Verwendung. Da sich digitale Kompetenz aber nicht auf einen konkreten Bereich in der Digitalisierung beschränken lässt, werden zusätzlich fünf Unterscheidungen im Raster vorgenommen.

Datenverarbeitung – Kann ich beispielsweise ein Textverarbeitungsprogramm bedienen und Dokumente abspeichern und wieder aufrufen oder mithilfe einer Suchmaschine online Informationen abrufen?

Kommunikation – Kann ich mit Konferenz-Tools und Kollaborationsplattformen adäquat umgehen und deren Möglichkeiten ausschöpfen? Weiß ich, wie ich mich beispielsweise in Videokonferenzen richtig verhalte oder wie ich formuliere?

Erstellung von Inhalten – Kann ich beispielsweise Bilder oder Videos erstellen, bearbeiten und hochladen? Bin ich dazu in der Lage Dateien in andere Formate zu verwandeln und verstehe ich die verschiedenen Dateibezeichnungen?

Sicherheit – Ist mir bewusst, dass ich beim Posten im Internet nicht anonym bin und einen digitalen Fußabdruck hinterlasse? Weiß ich, dass ich zum Beispiel durch Viren oder Fishing-E-Mails angegriffen werden kann, und ob ich damit fertig werde?

Problemlösung – Kann ich mir selbst helfen, wenn ich mit meiner Hard- oder Software ein Problem habe? Weiß ich, wo ich Hilfe bekomme, oder dass ich im Internet zahlreiche Anleitungen finden kann? Bin ich dazu in der Lage mich in Themen “reinzufuchsen” und mir etwas beizubringen?

Wie steht es um die Kompetenzen der Azubis?
Da Auszubildende in ihrer Schulzeit oft nur eine kleine Auswahl an digitalen Tools verwenden und gebrauchen müssen, lernen sie keinen umfassenderen Umgang mit Kommunikationstools. Kompetenzen lassen sich nicht beliebig übertragen. Man kann zwar auf einem Gebiet sehr kompetent sein, aber zu digitaler Kompetenz gehört eben auch, dass man sich weiterentwickelt. Da sich Schüler*innen und Azubis aber nur selten vor digitale Probleme gestellt sehen, die sie selbst lösen müssen, können sie ihre digitale Kompetenz nur langsam ausbauen.

Wie kann ich digital kompetenter werden?
Es ist wichtig sich den Möglichkeiten zu öffnen und digitale Veränderungen anzunehmen. Dazu zählt auch, dass man sich den Themen widmet und sich mit Begrifflichkeiten wie “Big Data” und “KI” beschäftigt. Digitale Kompetenz heißt verstehen zu wollen und nicht einfach nur Tutorials zu schauen, sondern sich selbst mit den Dingen an sich zu befassen. Sei es, dass man MS-Office erkundet und ausprobiert oder sich mit Programmierung beschäftigt, um zu begreifen, wie die eigenen Geräte funktionieren.

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