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Praktika trotz Corona-Pandemie

Ein Praktikum für Schüler*innen anzubieten ist aktuell mit einigen Herausforderungen verbunden. Es gibt jedoch Möglichkeiten diese durchzuführen. Ganz darauf zu verzichten, ist aus verschiedenen Gründen keine Alternative.

Praktika stellen ein wichtiges Element bei der Berufsorientierung dar, denn Schüler*innen können Einblicke in Betriebe und Berufe erhalten. Ohne diesen Blick hinter die Kulissen ziehen sie seltener einen Ausbildungsplatz in Erwägung. Nur wenige Ausbildungsbetriebe bieten aktuell Praktika an, sodass viele Schüler*innen weder auf Ausbildungsplätze noch auf Berufsbilder aufmerksam werden.

Schüler*innen wechseln aktuell eher auf weiterführende Schulen, statt eine Ausbildung zu ergreifen. Ihr Argument ist, dass sie keine Ausbildung ergreifen möchten, deren Inhalte und Arbeitsort sie nicht kennen.

Eine zusätzliche Schwierigkeit besteht darin, dass der Kontakt zwischen Ausbildungsbetreiben und Schulen fehlt oder verloren gegangen ist. Das hat zur Folge hat, dass Betriebe keine Bewerbungen der Schulabgänger erhalten.

Um in diesen Krisenzeiten Praktika zu ermöglichen, braucht es Ideen und vor allem Zeit zur Planung und Umsetzung.

Praktika gelten neben dem Berufsorientierungsfaktor als ein sehr starkes Recruiting-Mittel, denn Ausbilder*innen und Praktikant*innen haben die Möglichkeit sich gegenseitig kennenzulernen. Während eines Praktikums kann der Schüler Beruf und Betrieb entdecken, Praxiserfahrungen sammeln und sich dadurch in der Berufswelt besser orientieren.

Es liegt auf der Hand, dass Praktika auch in aktuellen Zeiten durchgeführt werden müssen. Im Hinblick auf ein ungewisses Ende der Pandemie und Auswirkungen auf die nächsten Recruiting-Jahre, müssen ähnliche Möglichkeiten geschaffen werden.

Unsere Tipps:

Tipp 1:
Führen Sie Praktika in jedem Fall durch, dort wo es möglich ist. Setzen Sie ein Hygienekonzept auf und reduzieren Sie die Zahl der Praktikant*innen. Auch das Konzept eines Praktikums kann hier überarbeitet werden und zum Beispiel von drei Wochen auf eine Woche gekürzt werden.

Tipp 2:
Bieten Sie ein virtuelles Praktikum an. Für diese Umsetzung ist natürlich eine entsprechende Heimausstattung vorausgesetzt, also beispielsweise ein Laptop, der internetfähig ist und MS Teams unterstützt. Der zusätzliche Aufwand ist nicht von der Hand zu weisen, ist aber besser als nichts.

Tipp 3:
Kommunikation ist das A und O. Einblicke können nicht nur über Praktika gewonnen werden. Ihr Betrieb kann auch hervorragend auf Social Media dargestellt werden. Drehen Sie Videos, in denen die Ausbildungswerkstatt oder der Ablauf eines Arbeitstages gezeigt wird. Azubis können in Livestreams oder den Stories zeigen, wie ein Tag im Home-Office oder in der Berufsschule gestaltet wird.

Nachhaltige Vorteile
Gehen wir von dem Fall aus, dass wir Corona in naher Zukunft überwinden, dann haben Sie mit diesen Maßnahmen keine Verluste gemacht, sondern nachhaltige Vorteile gewonnen. Praktika oder auch das Anbieten von Girls oder Boys Days helfen nicht nur bei der Berufsorientierung oder dem Recruiting, sondern auch beim Erhalt oder Aufbau eines guten Rufes. Und ein guter Ruf ist mit der wichtigste Grund, sich zu bewerben.

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