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Azubis als Influencer

Influencer*innen in der Berufsausbildung war bereits vor ein paar Wochen Thema in einem Blogbeitrag. Diesmal soll es aber nicht um externe Influencer*innen gehen, sondern um interne – also Ausbildungsverantwortliche, Auszubildende oder Mitarbeiter*innen.

Ausbildungsverantwortliche als Influencer*innen
Die erste Option interne Influencer*innen einzusetzen besteht darin, sich selbst als Ausbildungsverantwortliche*r dafür zu engagieren. Influencing gibt die Möglichkeit als Sprachrohr intern und extern für das Thema Berufsausbildung zu fungieren. Im Beitrag Ausbildungsleiter*innen als Marke haben wir bereits darüber gesprochen, dass man sich als Ausbildungsverantwortliche*r ruhig mehr in den Vordergrund rücken sollte. Über Kanäle wie LinkedIn, Xing oder Twitter kann das zum Beispiel durch schriftliche Beiträge passieren. Man muss ja nicht gleich Videos drehen, es reicht schon, wenn man sich an Diskussionen auf relevanten Plattformen beteiligt, sich politisch positioniert oder sich zu anderen kritischen Themen äußert. Als Corporate Influencer repräsentiert man das Unternehmen und sollte sich daher auch bei zuständigen Stellen, wie Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern engagieren. So kann man nicht nur für das eigene Unternehmen ein Sprachrohr im Punkt Berufsausbildung sein, sondern für die Region. Ein positiver Nebeneffekt ist dabei, dass sich dieses Engagement herumspricht und zum guten Image des Unternehmens beiträgt.
Claudia Schmitz engagiert sich beispielsweise seit diesem Jahr im Bildungsausschuss der DIHK. Auf diesem Weg kann sie Berufsausbildung vorantreiben.

Auszubildende als Influencer*innen
Viel Potential birgt der Einsatz von eigenen Azubis als Influencer*innen, auch wenn aktuell noch wenige Ausbildungsbetriebe diese Möglichkeit nutzen. Azubis haben einen ganz anderen Blick auf die Dinge und erreichen die Zielgruppe “Schüler*innen” besser. Besonders Instagram eignet sich, um durch Azubis die jungen Menschen zu erreichen und für Berufsausbildung zu begeistern. Sie können auf spezifische Ausbildungsstellen aufmerksam machen, einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen oder das Thema Berufsorientierung kommunizieren.
Vielleicht gibt es unter Ihren Azubis ja sogar jemanden, der schon eine gewisse Reichweite hat und bereit ist über seinen Kanal den Betrieb zu unterstützen. Eine andere Option ist die Erstellung eines neuen Accounts, der dann aber vor allem von den Azubis gepflegt werden sollte.

Manchmal müssen Auszubildende erst davon überzeugt werden. Nicht für jeden ist das Agieren vor der Kamera selbstverständlich und erfordert Mut und Selbstbewusstsein. In manchen Unternehmen werden Auswahlprozesse durchgeführt, bei denen die Azubis beispielsweise Videos einreichen und dann entschieden wird, wer sich als Azubi-Influencer eignet. Es soll natürlich keine Zwangsaufgabe sein, deshalb bietet es sich auch an, Azubi-Influencing im Rahmen eines Azubi-Projektes aufzustellen. Die Azubis bekommen mit diesem Projekt eigene Verantwortlichkeiten, können einen Beitrag für das Unternehmen leisten, Selbständigkeit lernen und sich weiterentwickeln. Bei der Pflege eines Instagram-Accounts müssen sich die Azubis außerdem mit verschiedenen Abteilungen austauschen und können somit auch ihr Netzwerk ausbauen. Vorzugsweise besteht das Influencer-Team aus verschiedenen Azubis, bspw. aus kaufmännischen und technischen Azubis und dual Studierenden. So kommen verschiedene Kompetenzen und Sichtweisen zusammen und das Team muss selbständig planen, wie die Rollenverteilung, bzw. die Verantwortlichkeiten aussehen. Wer steht zum Beispiel vor der Kamera und wer dahinter?

Auch wenn die Azubis die sozialen Medien nutzen, heißt das nicht, dass sie wissen, wie man sie für das Marketing richtig einsetzt und füttert. Möglicherweise brauchen sie an der ein oder anderen Stelle noch technisches Know-How oder Hardware. Und da müssen Sie als Ausbildungsverantwortliche*r Unterstützung geben. Sei es durch einen Auftaktworkshop, in dem Basics für Influencer geklärt werden oder das Anschaffen von einem Mikrofon oder Ringlicht. Dazu gehört auch, dass die Azubis verstehen, was ein gutes Bild ausmacht (Qualität) und was es für rechtliche Grundlagen beim Posten zu beachten gilt (Datenschutz). Influencer-Marketing ist ja kein Hexenwerk, aber es gibt eben ein paar Dinge, die man einfach beachten muss.
Bei Teamkonflikten oder dem Projektmanagement sollten Sie die Azubis nicht allein lassen. Die Azubis können nicht alles von Anfang an perfekt und super. Sie brauchen Zeit, um besser zu werden.

Viele Unternehmen starten jetzt Recruiting-Maßnahmen für nächstes Jahr. Vielleicht ist dabei Influencer-Marketing mit der Hilfe von Azubis eine Option für Sie und Ihren Betrieb. Gehen Sie das Thema einfach mal an und lassen Sie Ihre Azubis in einem Pilot-Projekt das Pflegen und Organisieren von einem Social Media-Kanal testen und ausprobieren.
Azubis als Influencer einzusetzen eignet sich prima als Projektarbeit und Recruiting-Maßnahme.

Mehr zum Thema in unserem neuen YouTube-Video:

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Beim Thema Instagram oder dem Aufsetzen von Prozessen und Teams unterstützen auch wir bei Intercommotion. Falls Sie also Fragen zu diesem Thema haben oder Unterstützung benötigen, klicken Sie sich gerne durch unser Angebot oder kontaktieren Sie uns über kontakt@intercommotion.de.

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